Der Bismarckturm in Hof

Im Vogtland stehen fünf Bismarcktürme. Einer davon im bayrischen Vogtland: der Bismarckturm in Hof auf dem Rosenbühl.

Und auch, wenn der Turm geschlossen ist, ist er einen Ausflug wert.

Der Bismarckturm in Hof

Das lange Warten auf den Bismarckturm in Hof

Schon im Jahre 1899 beschloss man in Hof eine Bismarcksäule zu errichten und bei der Bevölkerung das entsprechende Interesse dafür zu wecken. Ein Jahr später gründete sich für das Vorhaben ein Verein. Durch die fehlenden finanziellen Mittel und vor allem auch ein fehlendes Grundstückes zum Bau kamen die Pläne nicht wirklich voran.

Ein geeignetes Grundstück fand man erst 1910: Durch eine Schenkung von Brauereibesitzer und Kommerzienrat Wilhelm Deininger bekam man einen Baugrund auf dem Rosenbühl. Einstimmig gewann noch im selben Jahr der Entwurf von Heinrich Stengel und Paul Hofer aus München einen Wettbewerb zum Bau. Realisiert wurde später ein von Baurat Hans Gräßel leicht abgeänderter Entwurf.

Eine Terrasse umschließt den Turm

 

Der trutzige Wart

Der 25m hohe Bismarckturm in Hof ist ein achteckiges Bauwerk, das von einer Terrasse umschlossen wird. Der Bau wurde aus Granitquadern errichtet, so macht er seinem Namen „trutziger Wart“ unter dem die Architekten den Entwurf einreichten, alle Ehre.

 

Im Dezember 1913 erteilte die Stadt endlich die Genehmigung zum Bau. Die Verzögerungen entstanden durch die geplante Errichtung eines Hochwasserreservoirs am Rosenbühl. Es mussten nun mehr bauliche Vorgaben eingehalten werden und diese drohten den finanziellen Rahmen zu sprengen.

Zwischenzeitlich konnten aber genügend Spendengelder aufgebracht werden und die Bauarbeiten begannen 1914. Auch wenn der Bau schon am 01.09.1915 beendet werden konnte, wurde der Bismarckturm erst 1921 eingeweiht. Als Grund wird der erste Weltkrieg genannt, aber auch zwischen seinem Ende und der Einweihung gab es einen großen zeitlichen Versatz.

Nachdem zweiten Weltkrieg wurde der Turm geschlossen und erst in den 60er Jahren wieder geöffnet. 1995 wurde der Hofer Bismarckturm generalsaniert, aber 2010 schon wieder wegen Baufälligkeit geschlossen.

Auch wenn der Turm geschlossen ist, ist er einen Ausflug wert

Ein Familienausflug zum Bismarckturm in Hof

Eine erneute Sanierung ist zwar angedacht, aber die Mittel dafür sind leider nicht vorhanden. So bleibt der Turm vorerst wieder geschlossen. Nichtsdestotrotz ist er ein lohnenswertes Ausflugsziel. Ein schön gestalteter Spielplatz macht das Gebiet rund um den Turm besonders für Familien mit Kindern interessant.

Abenteuerspielplatz ganz in der Nähe des Turmes

Die weiteren Bismarcktürme des Vogtlandes finden Sie in Plauen, Markneukirchen und auf dem Kuhberg bei Netzschkau sowie im böhmischen Vogtland in As.

Hof selbst hat nicht nur einen Bismarckturm, sondern auch eine Bismarckeiche, die sich am Theresienstein unweit des Wirtschaftsgebäudes befindet.

Der Stein, der auf die Bismarckeiche hinweist
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  1. Katja Mai 14, 2018