Ausflug zum Bismarckturm in Markneukirchen

Im Vogtland stehen fünf Bismarcktürme. Einer davon befindet sich in Markneukirchen. Er ist unser heutiges Ausflugsziel im Vogtland.

Ausflugsziel im oberen Vogtland – der Bismarckturm in Markneukirchen

Der erste sächsische Bismarckturm

 

Der Bismarckturm auf dem Oberen Berg in Markneukirchen wurde am 15. Juli 1900 eingeweiht und war damit der erste sächsische Bismarckturm.

Die Kosten seines Baus wurden ausschließlich durch Spenden und Schenkungen der Mitglieder des Militärvereins I zu Markneukirchen aufgebracht. Den Vorsitz des Vereins hatte der Musiksaitenfabrikant Max Paulus inne, nachdem auch das „Paulus Schlössel“, der Sitz des Musikinstrumentenmuseums benannt ist.

Bismarckturm in Markneukirchen

Der Verein entschied sich für den Entwurf „Götterdämmerung“ von Wilhelm Kreis, der später noch einmal beim Kemmlerturm in Plauen zum Einsatz kommen sollte. Der Entwurf von Kreis war der Siegerentwurf der Ausschreibung der Deutschen Studentenschaft für die Gestaltung der Bismarcktürme. Die Ausführung des Baus übernahm Baumeister Seifert aus Markneukirchen.

Typisch für den Entwurf Götterdämmerung von Wilhelm Kreis sind die Dreiviertelsäulen an den Ecken

Der Bismarckturm in Markneukirchen

 

Der 14m hohe Turm wurde aus bayerischem Granit aus dem Fichtelgebirge errichtet. Ursprünglich stand auf der Bismarcksäule eine Feuerschale, die allerdings schon 1938 zu Gunsten einer überdachten und verglasten Aussichtsplattform entfernt wurde. Sowohl der Treppenaufgang als auch die Plattform sind sehr schmal. Wenn man mit größeren Gruppen unterwegs ist, sollte man auf jeden Fall den Turm nur zeitversetzt besteigen.

Eine enge Treppe führt nach oben

Im zweiten Weltkrieg diente der Bismarckturm in Markneukirchen der Luftüberwachung. Danach war er wieder bis in die 50er Jahre begehbar. Aufgrund seiner Lage wurde er von 1959 bis Ende der 70er Jahre als Umsetzeranlage für die Fernsehkanäle genutzt und wurde deshalb für die Öffentlichkeit erneut geschlossen.

Oben angekommen wird man mit einem sehr schönen Blick auf Markneukirchen und die umliegenden Gemeinden belohnt

1980 wurde er dann wieder für die Besucher frei gegeben, allerdings befand er sich in einem sehr schlechten Zustand. 1982 begannen erste Sanierungen und im Jahr 1997 erfolgte eine Generalsanierung.

Seitdem ist der Bismarckturm wieder für die Besucher offen. In der Zeit von 9-17 Uhr können Sie den schönen Blick auf Markneukirchen und das obere Vogtland genießen.

für eine kleine Pause

Bismarckturm in Markneukirchen

Direkt am Bismarckturm laden Bänke sowie eine Grillstelle zur Pause ein. Ganz in der Nähe befindet sich außerdem die Gaststätte „Heiterer Blick“.

Weitere Sehenswürdigkeiten in Markneukirchen

Blick auf Markneukirchen

Liste der Bismarcktürme im Vogtland

  • Bismarckturm auf dem Kemmler in Plauen
  • Bismarckturm auf dem Rosenbühl in Hof
  • Netzschkauer Bismarckturm auf dem Kuhberg
  • Bismarckturm im tschechischen in As auf dem Hainberg
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