Das Musik- und Wintersportmuseum Klingenthal

Musik und Wintersport gehören auf den ersten Blick nicht wirklich zusammen. In Klingenthal schon. Und deshalb gibt es in der kleinen Stadt im Vogtland ein Musik- und Wintersportmuseum. Wir nehmen Sie mit auf einen Besuch in die sehenswerte Ausstellung.

Im Musik- und Wintersportmuseum Klingenthal hängt der Himmel nicht nur voller Geigen

Klingenthal, die Stadt der Weltmeister

Klingenthal ist die Stadt der Weltmeister und das auf musikalischem und sportlichem Gebiet. Hier entstehen seit Jahren Akkordeons unter dem Namen Weltmeister und tragen den Klang der kleinen Stadt in die Welt hinaus. Und andererseits ist das Gebiet rund um Klingenthal für seine Medaillengewinner bei Olympiaden und Weltmeisterschaften im Wintersport bekannt.

Wintersport in Klingenthal

Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass es in Klingenthal ein Museum gibt, das beide bedeutende Bereiche würdigt. Bis in die Zeit um 1900 lassen sich die Bestrebungen der Klingenthaler nach einem eigenen Museum zurückverfolgen und schon lange war man auf der Suche nach einem geeigneten Ort. 1989 wurde man endlich fündig.

Das ehemalige Wohnhaus des Sanitätsrates Dr. Gier konnte vor dem Abriss bewahrt werden und wurde zum Museum umgebaut. Das 200 Jahre alte Haus wurde aufwendig saniert und das Museum konnte schließlich 1995 die ersten Besucher empfangen.

Im Erdgeschoß beherbergt das Museum außerdem die Touristeninformation der Stadt Klingenthal.

 

Die Musikstadt Klingenthal

Die Musikstadt Klingenthal

 

In der ersten Etage des Museums dreht sich alles um die Musik. Wie auch in Markneukirchen, liegen die Wurzeln der Musikinstrumentenherstellung bei den böhmischen Exilanten, die wegen ihres Glaubens das Land verlassen mussten. 1716 gründete sich die erste Klingenthaler Geigenmacherinnung.

Auch Blasinstrumente entstanden in Klingenthal

 

Aber nicht nur Geigen entstanden in Klingenthal, berühmt ist auch die Herstellung von Blas- und Zupfinstrumenten sowie der Akkordeon- und Harmonikabau. Letzterer war für Klingenthal besonders bedeutsam. All das kann der Besucher sehr anschaulich in der Ausstellung nachvollziehen.

Mundharmonikas aus Klingenthal

Von der originalen Geigenbaustube des letzten Geigenbaumeisters von Klingenthal Arno Körner bis zu einem ganzen Raum voller Akkordeons wird die Musikgeschichte hier lebendig.

Die Werkstatt des letzten Geigenbauers Arno Körner

Mich beeindruckt in der Ausstellung besonders, wie nah man den Instrumenten kommen kann, kaum etwas ist hinter Glas. Die meisten Exponate liegen offen vor dem Besucher. Besonders anschaulich ist dabei auch die aufwendige Arbeit gezeigt, die hinter einem Akkordeon steckt.

Wie entsteht ein Akkordeon?

Im Museum kann man detailreich einige der über 5.000 Arbeitsgänge, die für ein Akkordeon nötig sind, nachvollziehen. Hätten Sie gedacht, dass ein Akkordeon durchschnittlich aus 2.500 Teilen besteht? Klangproben von unterschiedlichen Instrumenten runden die Ausstellung ab.

So unterschiedlich können Akkordeons und Harmonikas sein

Auch heute noch werden die Akkordeons unter dem klangvollen Namen Weltmeister ausschließlich in Klingenthal gefertigt.

Auch ausgefallene Stücke gibt es hier zu bewundern

Die Sportstadt Klingenthal

In der zweiten Etage widmen sich die Räume dem Wintersport in der Region in und um Klingenthal. Die Geschichte beginnt im Jahr 1886, als sich der Oberlehrer Erwin Beck sich ein Paar Skier bauen lies und hier den Langlauf begründete.

Wintersport in Klingenthal

Wie sah es früher in einer Werkstatt eines Skibauers aus? Welche Medaillen haben Klingenthaler errungen. Wer war Harry Glass? Wie sieht eine Schanze aus? Was hatte man früher zum Skilaufen an? Alles Fragen, auf die die Ausstellung sehr anschauliche Antworten liefert.

Harry Glas – der erste deutsche Olympiasieger Deutschlands im Skisprung

Besonders interessant sind dabei die Dioramen der verschiedenen Schanzen, unter anderem von der alten Aschbergschanze und auch von der neuen Großschanze in der Vogtland-Arena. Der Bau der neuen Schanze lässt dabei ebenso anschaulich nachvollziehen, wie die Sprengung der Aschbergschanze. Weitere Exponate rund um den Wintersport machen den Ausflug in die Geschichte sehr lebendig.

Blick in die Ausstellung

Unser Fazit zum Musik- und Wintersportmuseum Klingenthal

So ging man früher zum Wintersport

Der Besuch des Museums ist für die ganze Familie geeignet. Im Museum erleben sie eine liebevoll zusammengestellte Ausstellung, die sich anschaulich mit den zwei prägenden Faktoren in der Geschichte der Stadt im Vogtland beschäftigt. Sie ist auf jeden Fall einen Ausflug wert. Das Musik- und Wintersportmuseum ist bei jedem Wetter ein lohnenswertes Ausflugsziel.

Wie entstehen Ski?

 

Wenn Sie mit Kindern unterwegs sind, sollten Sie unbedingt noch Zeit für einen Besuch im Tierpark Klingenthal einplanen und die Fahrt mit der Erlebnisbahn hinauf zur Schanze in der Vogtland-Arena ist auch ein absolutes Muss.

 

Die Großschanze in der Vogtland-Arena

Wo?

  • Musik- und Wintersportmuseum Klingenthal
  • Schloßstraße 3, 08248 Klingenthal
  • Öffnungszeiten und weitere Informationen finden Sie HIER
zahlreiche Fotos runden die Ausstellung im Musik- und Wintersportmuseum Klingenthal ab

 

Transparenzhinweis: Wir haben den Eintritt ins Musik- und Wintersportmuseum Klingenthal im Rahmen des Instawalks kostenlos erhalten. Unsere Meinung bleibt unsere eigene und wurde in keiner Weise beeinflusst.

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  1. Alex Mai 14, 2018