Die Burgruine Liebau unweit der Talsperre Pöhl

Zwischen Jocketa und Ruppertsgrün unweit der Talsperre Pöhl liegt der Ort Liebau. Hier finden Sie, landschaftlich schön auf einem Bergsporn gelegen, die Burgruine Liebau.

Auf zur Burgruine Liebau

Die Burgruine Liebau

Schon seit der zweiten Hälfte des 19.Jahrhunderts ist die romantische Ruine ein beliebtes Ausflugsziel. Sie kann gut erwandert werden. Von Jocketa oder der Talsperre Pöhl führen verschiedene Wanderwege zur Burgruine Liebau, aber sie können auch bis fast zur Burg mit dem Auto fahren. Unweit der Ruine finden Sie zahlreiche Parkplätze.

Im Sommer hinter Bäumen versteckt

Eine wechselvolle Geschichte

Schon seit 1742 ist das Schloss unbewohnt und verfiel zusehends. Aber es war nicht immer eine Ruine. Erstmals wurde die Burg als „Castrum Lubawe“ 1327 erwähnt. Die auf einem Bergsporn errichtete Höhenburg befand sich im Besitz der Plauener Vögte.

Auch heute noch gut zu erkennen, dass die Burg erhöht stand

Sie dürfte ursprünglich aus einem Wehrturm, einem Wohnturm, einem Torturm und der Umfassungsanlage bestanden haben. Vogt Heinrich der Ältere gibt die Burg 1357 in einem Tauschgeschäft an die Wettiner.

Teile der alten Burg

1441 erwirbt Conrad von Dölau die Burg und das umliegende Gut als Lehen. 1500 beginnt ein umfassender Umbau zum Verwaltungs- und Wohnsitz derer zu Dölau. Es wird schlossartig im Renaissancestil umgebaut.

Versuch einer Rekonstruktion. Das Bild finden Sie an der Burgruine – wer es gemacht hat, stand leider nicht dabei, so dass wir es auch nicht benennen können.

99 Jahre später fällt es aufgrund zu hoher Verschuldungen an Caspar von Reitzenstein. Doch er hat nicht lange Freude an der Burg. Er wird 1607 wegen „Vernachlässigung der Ökonomie und übler Wirtschaft“ vom Plauener Amtmann verhaftet und Joachim von Dölau kauft das Schloss zurück.

Ausflug zur Burgruine Liebau

Im 30jährigen Krieg wird die Burg durch schwedische Soldaten geplündert und der Turm in Brand gesetzt. Aber die Burg verbleibt im Besitz der Familie von Dölau und bereits vier Jahre später wird der Turm wieder aufgebaut.

Blick auf den Turm

1742 gab es in der Familie keine männlichen Erben mehr und das Schloss bleibt verlassen zurück. Schon 1750 wird es in der Ruppertsgrüner Kirchenchronik als Ruine bezeichnet.

Der Wohnsitz für kommende Herren von Liebau wird das Herrenhaus unweit der Burg. Nachdem es aber seit 1991 leer stand, ist es dem Verfall Preis gegeben worden. Die Burg und das Herrenhaus wurden von der Gemeinde übernommen und zwei Vereine kümmern sich um Sicherungs- und Erhaltungsmaßnahmen.

1997 wurden dringende Sanierungsmaßnahmen an den Mauerkronen und an maroden Mauerteilen der Burgruine Liebau durchgeführt. 2016 wurde zur Sicherung der Standfestigkeit des Turmes ein Stahlgerüst eingebaut.

Wie ein Dornröschenschloss

An der Ruine sind jetzt noch Teile des Palas, des Treppenturms und der Umfassungsmauer zu erkennen. Das Schloss kann von außen immer besichtigt werden. Im Sommer verdecken die Bäume ein wenig die Sicht, was aber der romantischen und märchenhaften Stimmung an der Burg keinen Abbruch tut. Sie können das fast dreieckige Plateau, auf dem die Burganlage steht, bequem umlaufen. Dabei bietet sich ein wunderbarer Blick auf das Elstertal.

Wunderbarer Blick auf das Elstertal

Zu besonderen Veranstaltungen, wie dem jährlich am letzten Juniwochenende stattfindenden Ruinenfest oder zum Tag des offenen Denkmals, stehen die Innenräume der Ruine und das Herrenhaus interessierten Besuchern offen.

Wer nach einem romantischen, ruhigen Ort sucht, ist hier genau richtig

Ausflugsziele in der Nähe der Burgruine

Den Besuch der Burgruine Liebau können Sie mit einer Wanderung durch das Triebtal zur Elstertalbrücke oder einem Besuch des Mosenturms verbinden. Auch die Talsperre Pöhl ist in nur wenigen Kilometern erreicht.

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