Ein Stadtrundgang in Greiz

Unternehmen Sie mit uns einen Stadtrundgang in Greiz – der Perle des Vogtlandes. Die Residenzstadt des ehemals kleinsten Fürstentums Deutschlands wartet mit drei Schlössern und einem großen Park auf.

Außerdem gibt es in Greiz wundervolle Jugendstilhäuser und Gründerzeitvillen zu bewundern, die vom Reichtum der Stadt zeugen, welcher vornehmlich  durch die Textilindustrie Ende des 19.Jahrhunderts entstand.

Die Alte Wache in Greiz

Stadtrundgang in Greiz

Auf einem gemütlichen Spaziergang erleben Sie die Highlights der Stadt an der weißen Elster. Unser Stadtrundgang in Greiz führt Sie zu den wichtigsten Gebäuden der Stadt.

Am Ufer der Elster in Greiz blüht im Frühjahr weithin sichtbar diese riesige Magnolie

Oberes Schloss

Schon von weitem ist das Obere Schloss als Wahrzeichen der Stadt sichtbar. Es ist ein perfekter Startpunkt für einen Stadtrundgang durch Greiz. Vom Schloss aus haben Sie einen wundervollen Blick auf die Stadt und können sich so einen ersten Überblick verschaffen.

Das Obere Schloss

Wenn Sie beide Schlösser besuchen möchten, empfehlen wir, mit dem Oberen Schloss zu beginnen. So besichtigen Sie die Ausstellungen in den Schlössern in der historisch richtigen Reihenfolge. Mehr über das Obere Schloss können Sie in diesen Beitrag lesen.

Ein wundervoller Blick auf die Stadt vom Oberen Schloss

Alte Wache

Mit dem Umzug der Fürsten ins Untere Schloss benötigte man in direkter Nähe ein Wachgebäude. Daher wurde hier im Jahr 1819 eine Wache im klassizistischen Stil errichtet. Das Militär von Reuß-Greiz versah hier bis 1866 den Wachdienst, danach wurde das Gebäude durch ein Geraer Infanterieregiment genutzt.

Nach der Abdankung der Fürsten in der Novemberrevolution verlor das Gebäude seinen eigentlichen Zweck. Heute kann man sich in der Alten Wache das Ja-Wort geben.

Blick auf die alte Wache

Unteres Schloss

Nachdem ein Brand das alte Schloss im Jahre 1802 vernichtete, ließen die Fürsten bis zum Jahr 1809 ein neues Schloss erbauen. Es wurde im strengen klassizistischen Stil erbaut.

Heute finden Sie im Museum sehenswerte Ausstellungen zur Textilgeschichte und Sie können die Repräsentationsräume des Schlosses besichtigen. Mehr über das Schloss und seine Ausstellungen erfahren Sie im Artikel HIER.

Das Untere Schloss und das Gymnasium im Hintergrund

Marienkirche

Die Greizer Marienkirche entstand 1736 als Hofkirche im klassizistischen Stil. Sie wurde direkt an das Schloss angebaut. Den großen Stadtbrand von 1802 überstand auch die Marienkirche nicht unbeschadet, doch wurde sie originalgetreu wieder aufgebaut.

Vor der Kirche sehen Sie den Röhrenbrunnen. Er ist der einzige erhaltene Brunnen des alten Greiz. Der Brunnen selbst wurde im Jahr 1820 errichtet. Die Einfassung aus Granit und somit sein endgültiges Aussehen erhielt er im Jahr 1840

Stadtrundgang in Greiz – die Marienkirche

Ehemaliges Gymnasium

Das klassizistische Ensemble an der Elster wurde 1874 durch den Neubau des Gymnasiums komplettiert. Heute befinden sich im Gebäude die Lessing-Regelschule sowie die Stadt- und Kreisbibliothek.

Jugendstilkomplex in der Innenstadt

Nicht nur 1802 wurde Greiz durch einen verheerenden Brand in Mitleidenschaft gezogen. Auch 100 Jahre später litt man unter den Zerstörungen durch Brände. Daher wurden 1902 die südliche Seite der Marktstraße und nur 6 Jahre später die sich am Markt anschließenden Gebäude völlig vernichtet.

Das „Tunnelwappen“ in der Thomasstraße

Schon 1903 begann man mit dem Neubau der Häuser an der Markt- und Thomasstraße. Es entstand ein geschlossener Komplex mit Jugendstilhäusern. Besonders außergewöhnlich ist das „Tunnelwappen“ in der Thomasstraße – einem großen Männerkopf, der die Straße zu beobachten scheint.

Umrunden Sie den Häuserblock einmal komplett. Es lohnt sich, vor allem die Details genauer zu betrachten. Denn an den Häusern lässt sich sehr schön die Entwicklung des Jugendstils beobachten.

Eingangstür – Jugendstil in Greiz

Die ersten Häuser von 1903 weisen noch aufgesetzte Fassadenelemente auf, später werden Fenster und Türen selbst zum Ornament und Schmuckwerk (Haus in der Burgstraße 5).

Ein weiteres prägnantes Gebäude befindet sich schräg gegenüber in der Burgstraße 8. Juwelier und Goldschmied Paul Schaller lies 1909 dort ein Haus mit einem riesigen Wandmosaik errichten, welches einen Goldschmied bei der Arbeit zeigt.

beeindruckende und aufwendig gestaltete Jugendstilfassade in Greiz

Rathaus

Auch das Rathaus fiel sowohl 1610 als auch 1802 Bränden zum Opfer. Nach dem zweiten Brand dauerte es fast 40 Jahren bis man das Gebäude im neu-gotischen Stil mit einem markanten Turm wieder aufbaute. Das Rathaus wurde 1909 um einen Erweiterungsbau ergänzt.

Der Greizer Markt mit dem Rathaus auf der linken Seite

Park mit Sommerpalais

Eigentlich reicht die Geschichte des fürstlichen Parks in Greiz bis ins 17. Jahrhundert zurück. Genutzt wurde der große Park aber erst richtig ab 1714 nach dem Bau des Vorgängergebäudes.

Ab 1800 erfuhr der ca. 45 ha große Landschaftspark immer wieder Umgestaltungen. Heute erwarten Sie bei einem Spaziergang ein romantischer Park mit einem idyllischen See und natürlich das prachtvolle Sommerpalais.

Das Sommerpalais

Das heutige Palais geht auf das Jahr 1769 zurück. Heinrich XI. war der Kunst sehr aufgeschlossen und er lies das Gebäude nach französischem Vorbild im früh-klassizistischen Stil erbauen.

Das Sommerpalais zeigt so eindrucksvoll sein Interesse an der damals modernen Architektur und brachte hierdurch ein besonders zeitiges Beispiel des Frühklassizismus nach Mitteldeutschland.

Vogtlandhalle

Zwischen Goethepark und der Carolinenstraße, unweit der Innenstadt, befindet sich der 2011 eröffnete Neubau der Vogtlandhalle. Blickfang des ambitionierten Baus ist die große, der Stadtseite zugewandte, Glasfassade.

Die Vogtlandhalle bietet Raum für ganz unterschiedliche Veranstaltungen. Denn der große Saal fasst bis zu 800 Personen und die Halle wird durch verschiedene kleinere Räume schön ergänzt. Blickfang im Foyer ist die von Hendrik Schrat geschaffene scherenschnittartige Wandbemalung „Dreibarts Reise“.

Innengestaltung in der Vogtlandhalle

Villen in der Neustadt

In der Carolinenstraße und den angrenzenden Querstraßen finden Sie nicht nur die Vogtlandhalle, sondern auch zahlreiche imposante Villen. Aufgrund des wirtschaftlichen Aufschwungs in Greiz, vor allem durch die Textilindustrie, entstand in den letzten Jahrzehnten des 19.Jahrhundert die planmäßig angelegte Neustadt linkerhand der Weißen Elster.

Die Greizer Neustadt ist geprägt durch repräsentative Villen der Textilfabrikanten und Kaufleute. Diese imposanten Gebäude wurden vornehmlich im Stil des Gründerzeit-Historismus errichtet. Am besten lassen sich die vielfältigen Villen bei einem Spaziergang entdecken.

Unweit des Parkplatzes an der Elster, unweit des Sommerpalais finden sie die Sonnenuhr aus Blumen

Wenn Sie mit dem Auto nach Greiz kommen, dann nutzen Sie am besten den großen Parkplatz direkt an der Elster. Von hier aus können Sie die Sehenswürdigkeiten rechts und links der Weißen Elster bequem erkunden.

Viel Freude bei einem Stadtrundgang in Greiz. Mehr zu den touristischen Angeboten finden Sie auf der Homepage der Stadt Greiz.

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