Sächsische Diamanten oder der Topasfelsen Schneckenstein

Das Vogtland hat viele außergewöhnliche Dinge zu bieten. Eine geologische Seltenheit ist dabei der Topasfelsen Schneckenstein, der zwischen Tannenbergsthal, Klingenthal und Muldenberg liegt. Wir nehmen Sie mit auf einen Ausflug zum Topasfelsen.

Blick auf den Topasfelsen Schneckenstein

Der Topasfelsen Schneckenstein

Der Topasfelsen lässt sich auf unterschiedlichen Wegen erwandern, aber für die Fauleren unter uns gibt auch in direkter Nähe einen Parkplatz. Von hier aus ist der Felsen in wenigen 100 Metern erreicht.

gleich geschafft

Zwar gibt es weltweit über 300 Topasvorkommen, aber nur eine davon liegt oberirdisch und das ist der Topasfelsen Schneckenstein. Das macht ihn zu einer so großen geologischen Besonderheit, dass es der Felsen auf die Vorschlagsliste der sächsischen Kandidaten für die UNESCO-Welterbeliste geschafft hat.

Topasfelsen Schneckenstein – Wandern im Vogtland Sachsen

Die Entdeckung der sächsische Diamanten

 

1727 entdeckte der Tuchmacher Christian Kraut die Topase im Felsen. Zwischen 1734 und 1800 baute die Zeche mit dem schönen Namen Königskrone die Topase ab.

Sächsische Diamanten – Topas gewonnen aus dem Felsen in Schneckenstein

Nicht nur die Zeche hieß Königskrone – es finden sich auch Topase in selbiger. 1761 sollen 485 Topase in der englischen Königskrone verarbeitet wurden sein und auch im Grünen Gewölbe in Dresden kann man mehrere Schmuckstücke von August dem Starken mit dem sächsischen Diamanten bestaunen.

Topasfelsen Schneckenstein – eine geologische Besonderheit

Das Mineral hat eine Färbung zwischen weingelb und goldgelb, ist sehr hart und wird oft diamantenähnlich geschliffen – was dem Topas aus dem Schneckenstein seinen Namen brachte. Die sächsischen Topase waren allerdings oft sehr unrein, weshalb 1800 der Abbau auch eingestellt wurde und der Felsen als Forschungsobjekt der Bergakademie in Freiberg übergeben wurde.

Allerdings wurde hier soviel Topas abgebaut, dass der Felsen nur noch circa ein Drittel seiner ursprünglichen Größe hat. Von einer Höhe von ehemals 36m sind nur noch 23m übrig geblieben.

Auch die damalige Breite von 12m lässt sich nur noch an den Resten des Felsens nachvollziehen. 1938 wurde er unter Naturschutz gestellt und ein weiterer Abbau von Topas unter Strafe gestellt. Da es immer wieder zu Plünderungen kam, wurde der Felsen umzäunt.

Die Treppe hinauf zum Aussichtspunkt

Der Topasfelsen als Ausflugsziel im Vogtland

 

Auch wenn der Felsen soviel von seiner ehemaligen Größe verloren hat, hat er doch nichts von seinem Imposanz eingebüßt.

Das Felsgestein

Auch heute noch ist das Gelände umzäunt. Man kann entweder am Zaun entlang den Fels umrunden und von allen Seiten einen Blick auf den Felsen werfen oder witterungsabhängig den Topasfelsen von Mai bis Oktober gegen eine Gebühr von 1€ besteigen.

Blick auf das Häuschen am Eingang, Hier und vor dem Zaun findet man Bänke zur Rast

Ein Aufstieg lohnt sich auf jeden Fall, auch wenn die Aussicht durch die Bäume eingeschränkt ist. Aber hier geht es auch weniger um die Aussicht, sondern eher um den Felsen an sich. Es ist ganz interessant am Fels auch immer wieder Topas aufblitzen zu sehen.

Ausblick auf den Wald

Der Felsen bietet sich auch als ein schöner Picknickplatz an. In unmittelbarer Nähe befinden sich Bänke mit tollem Ausblick auf den Felsen.

Ziele in der Umgebung

Eine Wanderung zum Topasfelsen lässt sich wunderbar mit einem Besuch der Grube Tannenberg, des Nahe gelegenen Mineralienzentrums oder auch der Schanze in der Vogtland-Arena in Klingenthal verbinden.

Rund um den Topasfelsen warten zahlreiche Wanderwege
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