Typisch Vogtland

Unser heutiger Post ist ein wieder ein Beitrag für die schöne Serie „Heimatverliebt“ vom Blog „What Ina loves“. Diesmal dreht sich alles um Dinge, die typisch für die eigene Region sind. Wir haben uns auf die Suche gemacht und stellen uns die Frage: Was ist typisch Vogtland?

Da das Vogtland flächenmässig sehr groß ist und Teile aus drei Bundesländern und zusätzlich sogar noch eine Ecke im böhmischen Teil von Tschechien einschließt, gibt es nicht die eine typische Sache, aber ganz sicher gibt es regionale Eigenheiten, die sich fast überall finden.

Typisch Vogtland – Bambes, griene Kließ und Schwammespalken

Wenn sie im Vogtland essen gehen, finden sie auf der Speisekarte auf jeden Fall Bambes, griene Kließ und Schwammespalken. Ja, das kann man essen.

Bambes sind Kartoffelpuffer. Sie werden im Vogtland oft anstelle von Kartoffeln zum Essen gereicht. Sehr lecker sind sie auch mit Pilzen oder mit Lachs. Auf jeden Fall sollten sie mindestens einmal Bambes probieren. Ein Rezept gibt es HIER

Bambes – typisch vogtländisch.

Griene Kließ (manchmal auch Griegeniffte genannt) sind grüne Klöße. Sie werden aus rohen geriebenen Kartoffeln hergestellt und erhalten beim Kochen ihre leicht grünliche Farbe. Typischerweise sind alle Gerichte im Vogtland mit sehr viel Soße, damit der Kloß möglichst viel davon aufnehmen kann. Für Kinder findet sich auf der Speisekarte oft griene Kließ mit Soß – also einfach nur ein Kloß mit ganz viel Soße.

Schwammespalken ist eine für das Vogtland typische Pilzsuppe mit Kartoffeln (Schwamme = Pilze, Spalken = Stückchen) Die Suppe ist leicht süß sauer und hat eine gräulich bräunliche Farbe. Optisch ist sie nicht unbedingt ein Highlight, aber dafür unwahrscheinlich lecker. Die Suppe ist auf jeden Fall einen Versuch wert.

Schwammespalken – ein süß-saurer Pilzeintopf ist typisch fürs Vogtland

Grün, ja grün sind alle meine Orte …

Wenn Sie durch das Vogtland fahren, fällt ihnen ganz bestimmt auf, dass sehr viele Orte auf grün enden. Aber warum hat man gerade hier eine solche Häufung der Ortsnamen? Das Vogtland wurde im Vergleich zu den anderen Gebieten im germanischen Raum relativ spät besiedelt. Es war ein dicht bewaldetes Gebiet.

Voigtsgrün – ein typischer Ortsname im Vogtland

Erst zwischen dem 12. und 14. Jahrhundert wurde das Gebiet besiedelt. Dazu mussten die Wälder gerodet werden. Das Grün im Ort steht deshalb für die gerodete Fläche und der Name vor dem Grün weiß ganz oft auf den hin, der die Rodung veranlasste: Ruppertsgrün, Pfaffengrün, Voigtsgrün.

Musik und Textil – zwei prägende Wirtschaftszweige

Im Vogtland gibt es zwei Handwerke, die das Gebiet über lange Zeit geprägt haben und auch heute noch ihre Spuren hinterlassen.

Zum einen ist dies der Musikinstrumentenbau. Noch heute ist das Gebiet um Klingenthal und Markneukirchen als Musikwinkel bekannt. Geigenbauer aus Kraslice mussten wegen der Glaubensverfolgung aus ihrer Heimat fliehen und fanden kurz hinter der Grenze ein neues zu Hause. Sie brachten den Geigenbau mit in die neue Heimat und rasch entwickelte sich ein eigener Handwerkszweig, der auch heute noch die Region prägt. Mehr darüber erfahren Sie in den Museen in Markneukirchen und Klingenthal.

musikalische Handwerkstradition

Und wenn wir nach Dingen suchen, die typisch für das Vogtland sind, kommen wir natürlich nicht an der Plauener Spitze vorbei. Das Vogtland war immer schon von der Textilindustrie geprägt, die vielen Orten einen sagenhaften Reichtum bescherte. Heute ist davon leider nicht mehr all zu viel geblieben. Umso schöner, dass es in und um Plauen immer noch Firmen gibt, die Plauener Spitze produzieren und somit die Tradition mit einem typisch vogtländischen Produkt am Leben halten.

Anhänger aus Plauener Spitze an der alten Stickmaschine

Was ist für Sie typisch Vogtland? Schreiben Sie uns gern eine Mail an hallo@vogtland-zauber.de

 

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