Wanderung durchs Pyratal und Besuch im Glockenmuseum und Hochofen Morgenröthe – Rautenkranz

In Morgenröthe-Rautenkranz kann man in ein spannendes Stück Industriegeschichte eintauchen. Eine Sehenswürdigkeit der besonderen Art ist das kleine Freilichtmuseum, in dem man Wissenswertes über die Geschichte der Glockengießerei und den Hochofen erfährt. Den Besuch kann man perfekt mit einer Wanderung durch das romantische Pyratal verbinden.

Ausflug und Wanderung Hochofen am Freilichtmuseum in Morgenröthe-Rautenkranz
Hochofen am Freilichtmuseum in Morgenröthe

Industriegeschichte der alten Gießerei in Morgenröthe-Rautenkranz

Im idyllischem Tal der Pyra liegt der Ort mit dem klangvollen Namen Morgenröthe. Seinen Ursprung hat der Name im Zinnbergwerk „Die Morgenröthe“, dass sich hier im 17. Jahrhundert befand und in dessen Umgebung eine Siedlung entstand. Neben dem Zinnbergwerk entstand ein Hammerwerk, das 1798 an den Leipziger Unternehmer Lattermann verkauft wurde. Unter seiner Führung wuchs das Werk und wurde mit einem Hochofen erweitert. 1820 wurde er durch einen neuen steinernen Hochofen ersetzt, der damals der größte seiner Art in Sachsen war. Bis 1874 war er in Betrieb. Heute zählt er zu den wenigen noch erhaltenen Hochöfen und zeugt von der schweren Arbeit der Eisengießerei.

Ausflug und Wanderung Hochofen am Freilichtmuseum in Morgenröthe-Rautenkranz
Blick von oben auf den Hochofen

Der historische Hochofen Morgenröthe und das Glockenmuseum

Im Umfeld des Hochofens wurde ein kostenfrei zugängliches Freilichtmuseum gestaltet, dass sich der Geschichte der Morgenröther Gießereien widmet. Es liegt ein wenig versteckt hinter der Hauptstraße. Ein kleines Schild weißt den Weg zum Hochofen in Morgenröthe.

Ausflug und Wanderung Hochofen am Freilichtmuseum in Morgenröthe-Rautenkranz
Dieses kleinen Weg weißt den Weg zum versteckt liegenenden Freilichtmuseum

In Morgenröthe gab es eine der wenigen Eisenglockengießereien Deutschlands. Die Glocken wurden im Eisenhartguß-Verfahren hergstellt. Hinzu kam eine ganz besondere Legierung – der Klanghartguss. Ihr Klang stand den Glocken mit Bronzelegierung in nichts nach. Die Glocken aus Morgenröthe waren sehr gefragt.

Ausflug und Wanderung Hochofen am Freilichtmuseum in Morgenröthe-Rautenkranz
Glocken aus Morgenröthe

Fast 10.000 Stück wurden hier gefertigt, die nun in aller Welt klingen. Die zwei größten Glocken wurden 1926/27 für den Dom in Riga gegossen. Sie wiegen jeweils 8,5 Tonnen und haben eine Höhe von 3 Metern. Im kleinen Freilichtmuseum kann man einige der hier hergestellten Glocken bestaunen und erfährt Wissenswertes über die Geschichte. So erfährt man auch, dass hier nicht nur Glocken gegossen wurden. Man stellte auch Türdrücker und eiserne Öfen her. Und 1828 wurde in Morgenröthe die schon weithin sichtbare Themis-Statue für das Rathaus in Zeulenroda gegossen.

Ausflug und Wanderung Hochofen am Freilichtmuseum in Morgenröthe-Rautenkranz

Die Produktion endete im Jahr 1969 nach eine Großfeuer abrupt. Die Idee, aus den Resten eine Schau-Gießerei zu erreichten, wurde leider nicht umgesetzt. Erst 1992 gelang es, die Voraussetzung für die Sanierung die Erhaltung des Hochofens als technisches Denkmal zu schaffen. Heute ist es ein sehenswertes Gelände, das einen guten Einblick in das alte Geschichte der Gießerei gibt

Wanderung durch das Pyratal von Morgenröthe-Rautenkranz nach Sachsengrund
Auf zu einer schönen Wanderung im Vogtland

Wanderung durch das Pyratal bis nach Sachsengrund

Der Ausflug zum Hochofen in Morgenröthe lässt sich wunderbar mit einer Wanderung durch das romantische Pyratal verbinden.

Wanderung durch das Pyratal von Morgenröthe-Rautenkranz nach Sachsengrund - Ausflugstipp für eine Wanderung im Vogtland
Wanderwegweiser

Ein Wanderweg führt durch das abgelegene und waldige Tal der Großen Pyra bis hin nach Sachsengrund. Vorbei an den alten Zoll- und Grenzerhäusern sowie dem Gasthaus Weidmannsheil geht es über das Naturschutzgebiet 3 Bächle wieder zurück nach Morgenröthe. Hier kann man in aller Abgeschiedenhiet die Schönheit und die Ruhe der Natur genießen.

Wanderung durch das Pyratal von Morgenröthe-Rautenkranz nach Sachsengrund
Perfekt für eine Pause

Auf dem Abschnitt der Tour wird man mit wunderschönen Ausblicken belohnt und man kann über 200 Jahre alte Fichten bestaunen. Der hiesige Fichtenbestand ist der älteste in Sachsen.

Wanderung durch das Pyratal von Morgenröthe-Rautenkranz nach Sachsengrund
Romantische Bäche im Pyratal

Anfahrt

  • Hochofen der Glockengießerei
  • Pyratalstraße (ungefähr auf Höhe Haus Nr. 35)
  • 08262 Muldenhammer OT Morgenröthe
Wanderung durch das Pyratal von Morgenröthe-Rautenkranz nach Sachsengrund
Im Pyratal, Oberes Vogtland

Ausflüge in der Nähe des Hochofen Morgenröthe

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